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ADHS im Erwachsenenalter

Viele Betroffene haben ein Leben lang das Gefühl, „anders zu funktionieren" — ohne zu wissen, warum. ADHS bleibt im Erwachsenenalter oft unerkannt.

ADHS gilt vielen noch als „Kinderthema". Doch die Forschung ist eindeutig: Bei einem großen Teil der Betroffenen bestehen die Kernmerkmale bis ins Erwachsenenalter fort — sie zeigen sich nur anders.1

Nicht nur „Zappeligkeit"

Bei Erwachsenen tritt die äußere Hyperaktivität oft in den Hintergrund. Stattdessen dominieren innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Aufschieben, Schwierigkeiten mit Organisation und Zeitgefühl sowie eine ausgeprägte emotionale Reaktivität.

ADHS ist kein Mangel an Intelligenz oder Willen — sondern eine andere Art, Aufmerksamkeit und Impulse zu steuern.

Warum es so oft übersehen wird

Viele Betroffene haben über Jahre Strategien entwickelt, um Schwierigkeiten zu überspielen. Häufig fallen zuerst die Folgen auf — Erschöpfung, Selbstzweifel, Ängste oder depressive Phasen. ADHS im Erwachsenenalter ist gut untersucht und betrifft je nach Schätzung mehrere Prozent der Bevölkerung.2

Was hilft

In der Beratung schauen wir, wie sich Alltag, Selbstorganisation und Selbstwert konkret entlasten lassen — und wie Sie Ihre Stärken bewusster einsetzen.

Hinweis: Ein Verdacht ersetzt keine Diagnose. Für eine gesicherte Abklärung wenden Sie sich bitte an entsprechend spezialisierte ärztliche oder psychologische Stellen. Ein erster Selbsttest kann zur Orientierung dienen.

Quellen

  1. Faraone, S. V., et al. (2021). The World Federation of ADHD International Consensus Statement. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 128, 789–818.
  2. Kessler, R. C., et al. (2006). The Prevalence and Correlates of Adult ADHD in the United States. American Journal of Psychiatry, 163(4), 716–723.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an ärztliche oder psychotherapeutische Fachpersonen.

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