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Raus aus der Grübelspirale

Grübeln fühlt sich nützlich an — als würde man ein Problem lösen. Tatsächlich hält es oft genau darin gefangen.

Nachts um drei dreht sich alles im Kreis: dasselbe Gespräch, derselbe Fehler, dieselbe Sorge — immer wieder. Dieses Kreisen hat einen Namen: Rumination. Und es ist mehr als eine lästige Angewohnheit.

Warum Grübeln keine Problemlösung ist

Die Psychologin Susan Nolen-Hoeksema hat über Jahrzehnte gezeigt: Rumination — das wiederholte, passive Kreisen um die eigenen Probleme und deren Ursachen — sagt das Auftreten und die Dauer von Depressionen voraus und hängt eng mit Angst zusammen.1 Grübeln fühlt sich an wie Denken, führt aber selten zu Lösungen. Es verstärkt negative Stimmung, blockiert die Handlungsfähigkeit und vertieft die Spirale.

Grübeln stellt die Frage „Warum ich?" — und sucht eine Antwort, die es nie findet.

Der Unterschied: Grübeln vs. Reflektieren

Nicht jedes Nachdenken schadet. Die Forschung unterscheidet zwischen unkonstruktivem, abstraktem Kreisen („Warum bin ich so?") und konstruktivem, konkretem Nachdenken („Was ist mein nächster Schritt?").2 Der Wechsel von abstrakt zu konkret ist einer der wirksamsten Hebel.

Was aus der Spirale führt

In der Beratung schauen wir, was Ihr Grübeln nährt — und üben konkret ein, wie Sie früher aussteigen.

Quellen

  1. Nolen-Hoeksema, S., Wisco, B. E., & Lyubomirsky, S. (2008). Rethinking Rumination. Perspectives on Psychological Science, 3(5), 400–424.
  2. Watkins, E. R. (2008). Constructive and unconstructive repetitive thought. Psychological Bulletin, 134(2), 163–206.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an ärztliche oder psychotherapeutische Fachpersonen.

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